Nach der Gasexplosion im Reihenhaus: Aufräumarbeiten beginnen in der nächsten Woche
07.06.2012
Fast zwei Wochen ist es nun her, dass ein Reihenhaus im
Bremerhaven-Lehe durch eine Gasexplosion komplett zerstört wurde. Der
Unfall, bei dem ein Nachbar schwer verletzt wurde, hinterließ eine
Trümmerwüste. Überall im Umfeld liegen Gebäudeteile und Hausrat.
Kinderspielzeug verrät, dass der Schaden auch noch schlimmer hätte sein
können. In der nächsten Woche beginnen die Aufräumarbeiten. Erst dann
können die Bewohner darauf hoffen, etwas von Ihren persönlichen Dingen
zurück zu bekommen.
Koffer, Teppiche, Trümmer und Isolierwolle liegen weit verstreut auf dem Vordach der Kindertagesstätte St. Willehad und den umliegenden Grundstücken an der Eupener Straße. Eine offene Häuserwand gibt den Blick in Badezimmer und Küche frei. Ein Heizkörper hängt wie freischwebend an Rohren in der Luft. Nebenan auf dem Spielplatz liegt Kinderspielzeug – kaum auszumalen, was hier hätte alles passieren können, wenn die Explosion nicht an einem Sonntagmorgen um 8 Uhr, sondern am Nachmittag bei bestem Wetter stattgefunden hätte.
Geschehen ist allerdings auch so mehr als genug. Ein 68-Jähriger Nachbar wurde bei der Explosion verschüttet und schwer verletzt. Er wollte in dem Reihenhaus nach dem Rechten sehen, während die Eigentümer im Urlaub waren. Zeitweise bestand für den Mann sogar Lebensgefahr. Er befindet sich derzeit noch immer in einer Spezialklinik für Brandverletzungen in Hamburg. Ein 15-Jähriger Junge, der im Garten des Nachbarhauses zeltete, wurde von herumfliegenden Trümmern leicht verletzt. Die beiden an den Explosionsort angrenzenden Häuser müssen nach Angabe der zuständigen Behörden abgerissen werden. Die Reihenhausanlage selber besteht glücklicherweise aus aneinander stehenden abgeschlossenen Häusern zu jeweils vier Wohneinheiten. Die vierte und letzte Einheit der Reihe soll erhalten bleiben.
Die Bewohner des Unglücksortes selber dürfen ihre Wohnungen derzeit nicht betreten. Sie sind noch immer durch die Behörden gesperrt. In der nächsten Woche jedoch beginnen die Aufräumarbeiten. Die Arbeiter werden umsichtig bergen, was noch zu bergen ist und die Dinge an die Besitzer zurück zugeben. Das Bild vor Ort lässt allerdings kaum Zweifel daran, dass die Menge der intakten Sachen mehr als gering ausfallen dürfte.
Über die Ursache der Gasexplosion gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Die Polizei ermittelt in alle möglichen Richtungen, sagte Polizeisprecher Wolfgang Harlos. Unter Umständen komme beim Aufräumen neues Licht in die Sache. Als erstes muss ein Teil der Kindertagesstätte abgerissen werden, damit die Bagger bis zur Unglücksstelle vordringen können. Ob die schwer beschädigten Häuser nach dem Abriss dort an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden sollen, ist derzeit noch nicht klar. Durch die besondere Bauweise der Gebäude könnte dort auch eine Lücke bleiben, ohne dass die Statik der Nachbarhäuser davon negativ beeinflusst wird, so Harlos weiter. Marco Butzkus
Koffer, Teppiche, Trümmer und Isolierwolle liegen weit verstreut auf dem Vordach der Kindertagesstätte St. Willehad und den umliegenden Grundstücken an der Eupener Straße. Eine offene Häuserwand gibt den Blick in Badezimmer und Küche frei. Ein Heizkörper hängt wie freischwebend an Rohren in der Luft. Nebenan auf dem Spielplatz liegt Kinderspielzeug – kaum auszumalen, was hier hätte alles passieren können, wenn die Explosion nicht an einem Sonntagmorgen um 8 Uhr, sondern am Nachmittag bei bestem Wetter stattgefunden hätte.
Geschehen ist allerdings auch so mehr als genug. Ein 68-Jähriger Nachbar wurde bei der Explosion verschüttet und schwer verletzt. Er wollte in dem Reihenhaus nach dem Rechten sehen, während die Eigentümer im Urlaub waren. Zeitweise bestand für den Mann sogar Lebensgefahr. Er befindet sich derzeit noch immer in einer Spezialklinik für Brandverletzungen in Hamburg. Ein 15-Jähriger Junge, der im Garten des Nachbarhauses zeltete, wurde von herumfliegenden Trümmern leicht verletzt. Die beiden an den Explosionsort angrenzenden Häuser müssen nach Angabe der zuständigen Behörden abgerissen werden. Die Reihenhausanlage selber besteht glücklicherweise aus aneinander stehenden abgeschlossenen Häusern zu jeweils vier Wohneinheiten. Die vierte und letzte Einheit der Reihe soll erhalten bleiben.
Die Bewohner des Unglücksortes selber dürfen ihre Wohnungen derzeit nicht betreten. Sie sind noch immer durch die Behörden gesperrt. In der nächsten Woche jedoch beginnen die Aufräumarbeiten. Die Arbeiter werden umsichtig bergen, was noch zu bergen ist und die Dinge an die Besitzer zurück zugeben. Das Bild vor Ort lässt allerdings kaum Zweifel daran, dass die Menge der intakten Sachen mehr als gering ausfallen dürfte.
Über die Ursache der Gasexplosion gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Die Polizei ermittelt in alle möglichen Richtungen, sagte Polizeisprecher Wolfgang Harlos. Unter Umständen komme beim Aufräumen neues Licht in die Sache. Als erstes muss ein Teil der Kindertagesstätte abgerissen werden, damit die Bagger bis zur Unglücksstelle vordringen können. Ob die schwer beschädigten Häuser nach dem Abriss dort an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden sollen, ist derzeit noch nicht klar. Durch die besondere Bauweise der Gebäude könnte dort auch eine Lücke bleiben, ohne dass die Statik der Nachbarhäuser davon negativ beeinflusst wird, so Harlos weiter. Marco Butzkus
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