Großaufgebot gegen Einbrecher: Durchsuchungen bei 19 Tatverdächtigen
Die
Aktion der Staatsanwaltschaft zusammen mit den Dienststellen aus der
Polizeiinspektion Cuxhaven/Wesermarsch und der Ortspolizeibehörde
Bremerhaven richtete sich am Montag gegen 17 Personen, die im Verdacht
stehen für mindestens 40 Einbrüche aus den letzten Wochen verantwortlich
zu sein. Die Tatverdächtigen waren nach den bisherigen Ermittlungen der
Polizeien nicht nur hier, sondern auch auf der anderen Weserseite
aktiv. Zwei weitere Beschuldigte aus Bremerhaven und Bremen erhielten
ebenfalls Besuch von der Polizei. Sie stehen im Verdacht, die
gestohlenen Gegenstände aufgekauft zu haben. Die fünf Hauptverdächtigen
der Bande, im Alter von 17 bis 32 Jahre, sitzen jetzt in
Untersuchungshaft.
Am Montagmorgen steuerten Beamtinnen und Beamte der
Polizeiinspektion Cuxhaven/Wesermarsch, der Polizei Bremen und der
Ortspolizeibehörde Bremerhaven 26 Wohnungen, Häuser, Gaststätten und
Arbeitsplätze von Tatverdächtigen an, die schon häufiger im Zusammenhang
mit Einbrüchen angesehen werden.
Alle 19 Tatverdächtigen wurden von der Polizei
angetroffen. Die fünf Hauptverdächtigen nahmen die Beamten in ihren
Wohnungen beziehungsweise an der Arbeitsstelle fest. Bei den
umfangreichen Durchsuchungsmaßnahmen der Polizeien kamen unter anderem
60 Mobiltelefone, 5 Flachbildfernseher, 5
Laptops, 2 PC-Monitore, mehrere Spielkonsolen, zahlreiche Uhren und
Schmuckstücke, ein Möbeltresor sowie verschiedene Elektronikartikel
(u.a. auch Zubehör für eine Drogenplantage) und eine
Schreckschusspistole
zum Vorschein.
Darüber hinaus wurden auch zwei Autos sichergestellt.
Die Polizeien gehen nach dem jetzigen
Ermittlungsstand davon aus, dass die sichergestellten Fahrzeuge für die
Einbrüche eingesetzt wurden. Die Beamten sind zurzeit dabei, mehrere
hundert Beweisstücke aufzulisten und herauszufinden, ob alle Gegenstände
aus Einbrüchen oder Diebstählen stammen.
Als Köpfe der Bande gelten in den Augen der
Ermittler die beiden älteren Tatverdächtigen: Ein 32-Jähriger und ein 29
Jahre alter Mann. Die drei weiteren Hauptverdächtigen sind 17, 21 und
23 Jahre alt. In wechselnden Zusammensetzungen agierten sie mit den 12
weiteren Tatverdächtigen, im Alter von 20 bis 31 Jahren, die am Montag
ebenfalls Besuch von den Polizeien bekamen.
Die Polizei sieht bei den Tatverdächtigen zwei
Gründe für die Taten: zum Einen der Konsum von Betäubungsmitteln und zum
Andern die Spielsucht.
Die umfangreichen Ermittlungen der beiden Polizeien
werden noch einige Wochen in Anspruch nehmen, um alle aufgefundenen
Beweismittel möglichen Tatorten in Bremerhaven und/oder dem Landkreis
zuzuordnen.
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