Ein Schritt weiter für die Sicherheit Bremerhavens

Am vergangenen Mittwoch hat der Magistrat in seiner Sitzung einen weiteren Schritt für die Sicherheit Bremerhavens beschlossen. Der Vorlage „Dienstleistungen des Betriebes Seestadt Immobilien für die Planung der Feuer- und Rettungswache Nord“ wurde zugestimmt.

von links: Thorsten Raschen (CDU-Fraktion), Stadtrat Jörn Hoffmann, Martina Kirschstein-Klingner (SPD-Fraktion), Jens Cordes (Leiter der Feuerwehr) 


Rückblick: Mit dem Bremischen Hilfeleistungsgesetz wurde 2002 verpflichtend eingeführt, dass die Stadtgemeinden jeweils einen Brandschutzbedarfsplan erstellen müssen. Dieser wurde für Bremerhaven erstmals 2004 durch den Magistrat beschlossen und 2011 fortgeschrieben. In einem Brandschutzbedarfsplan ist unter anderem das Schutzziel mit einer sogenannten "Hilfsfrist" definiert. Die Hilfsfrist ist dabei die Vorgabe für den einzuhaltenden Zeitraum vom Eingang der Notrufmeldung bis zum Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle. Grundlage für das Schutzziel in Bremerhaven ist dabei der empfohlene Mindeststandard der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF), einer Einrichtung des Deutschen Städtetages. Dieses Schutzziel ist als Stand der Technik deutschlandweit gesetzlich anerkannt.

Im fortgeschriebenen und vom Magistrat begleiteten Brandschutzbedarfsplan von 2011 wurde dargelegt, dass die Erreichung der Hilfsfrist nur mit zusätzlichen Wachen erreicht werden kann. Grund hierfür ist unter anderem die Stadtentwicklung Bremerhavens in nördlicher und südlicher Ausdehnung. In diesen Bereichen kann die vorgeschriebene Hilfsfrist von 9,5 Minuten vom Standort der Zentralen Feuerwache an der Hexenbrücke nur unzureichend erfüllt werden. 2015 wurden der Bedarfsplan und die Notwendigkeit des Neubaus von Wachen durch ein externes Gutachten bestätigt.

Der Magistrat hat Seestadt Immobilien daher in seiner Sitzung am 08.06.2016 beauftragt, im ersten Planungsschritt Grundstücksalternativen für eine Wache im Norden der Stadt zu entwickeln und ein Finanzierungsmodell darzustellen. Für diese Planungsschritte werden Mittel im Wirtschaftsplan 2016 sichergestellt.


Der Dezernent der Feuerwehr, Stadtrat Jörn Hoffmann, sowie die Sprecher der SPD- und der CDU-Fraktion im Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Martina Kirschstein-Klingner und Thorsten Raschen, begrüßen diesen notwendigen, wichtigen Schritt mit Blick auf die Sicherheit für die Einwohner der Stadt.

„Diese notwendige Entscheidung sichert die Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr und die damit einhergehende brandschutztechnische und rettungsdienstliche Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Bremerhaven als Wirtschaftsstandort", so Jörn Hoffmann.

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